Austausch zu psychischer Gesundheit und beruflicher Integration

Erih Novak, Bereichsleiter der Beruflichen Trainingszentren der Fortbildungsakademie der Wirtschaft (faw) gGmbH, und Corina Gerling, Leiterin des BTZ Plauen, stellten die faw vor, die in diesem Jahr ihr 40-jähriges Bestehen feiert, und gaben Einblicke in die Arbeit des Beruflichen Trainingszentrums.
Bei einem Rundgang durch die Trainingsbereiche erhielt der Landtagsabgeordnete einen direkten Einblick in die praktische Arbeit. Dabei entwickelte sich ein reger Austausch mit Ausbilder*innen und mit Teilnehmenden, die von ihren Erfahrungen auf dem Weg zurück ins Berufsleben berichteten.
Zunahme psychischer Erkrankungen
Ein zentrales Thema des Austauschs mit Corina Gerling und Erih Novak war die Entwicklung psychischer Erkrankungen. Erih Novak bestätigte, dass psychische Erkrankungen zunehmen. Zwar sei der gesellschaftliche Umgang mit psychischen Erkrankungen in den vergangenen 25 Jahren deutlich offener, gleichzeitig die Krankheitsbilder komplexer und die Unterstützungsbedarfe entsprechend vielfältiger geworden. Auch veränderte Lebenssituationen in Familie und Schule spielten dabei eine Rolle.
Demografische und wirtschaftliche Herausforderungen
Unternehmen schätzen die Zusammenarbeit mit dem BTZ und die gemeinsam erzielten Erfolge in der Integration, so Corina Gerling. Dennoch werde die Vermittlung vor dem Hintergrund des demografischen Wandels, Betriebsschließungen und fehlenden Unternehmensnachfolgen in vielen Branchen zunehmend schwieriger.
Jörg Schmidt zeigte großes Interesse an diesen Herausforderungen und sagte Unterstützung zu: Künftig möchte er die relevanten Akteure seines Netzwerkes, unter anderem Kammern und Unternehmen in der Region, nutzen, um neue Kontakte zu potenziellen Arbeitgebern zu schaffen.

Sorge um psychotherapeutische Versorgung
Auch gesundheitspolitische Themen wurden während des Besuchs des Landtagsabgeordneten angesprochen. Die Verantwortlichen des BTZ äußerten die Sorge, dass die Umsetzung der gesundheitspolitischen Sparvorgaben für die ambulanten Psychotherapeuten zu einer Verschlechterung der Versorgung von Menschen mit psychischen Erkrankungen führen könnte.
Sie appellierten daher, die Auswirkungen aufmerksam zu beobachten und gegebenenfalls nachzusteuern.
Ein herzliches Dankeschön
Im Namen des gesamten BTZ Plauen und der faw bedankten sich Corina Gerling und Erih Novak bei Jörg Schmidt für seinen Besuch, sein Interesse an der Arbeit der Einrichtung und den offenen Austausch zu aktuellen Herausforderungen der beruflichen Rehabilitation.